von phorkyas

Wir stehen da vor dieser schönen neuen Welt des des LED-blinkinenden, digitalen und begreifen nicht mehr. Vielleicht ist der Anfang tatsächlich das Wort, bzw. die Wortreligionenen. Die Codes, Kommentare, Bücher des Juden- und Christentums. Das mag uns dann noch genügend albern vorkommen, dass die Töne der Seele nur der Widerhall des göttlichen Atems in einer Tonvase sind. Aber gehen wir nur ein paar Iterationen weiter. Als die Enzyklopädisten mit der Fackel der Aufklärung das gesamte Wissen der Menschheit versammelten und niederschrieben, wie heller ward es. Nun haben wir das alles digital, in ASCII oder Unicode und wie schön duster ist es!

Kein Ich mehr im World-Wide-Web, nur noch die Reiz-Reaktions-Schemata das nächste neuronale Netz des Sirenenserver zu füttern, dass er mir den nächsten Werbebanner serviere. Und wir, ewig im Klick-Konsumrausch, gaffen, nudeln uns den ganzen Content durch die Birne. Keine Leerstelle, zwischen den Bits, kein Padding, in dem ich mich oder ein Virus sich kodieren könnte. Kein Algorithmus, der uns erlöst, von der Welt, in der die baren Tatsachen der Fall sind.

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