Übersetzungen

von phorkyas

„Wenn man mich fragen würde, wie würde der perfekte Schreibprozess aussehen. Ich würde sagen: Man schreibt ein Buch ungeachtet dessen ist es Prosa, Lyrik, Essay, in seiner eigenen Sprache und dann übersetzt man es in eine fremde Sprache und bessert das Original aus.“ Ales Steger im Interview

„A compiler is a computer program (or a set of programs) that transforms source code written in a programming language (the source language) into another computer language (the target language), with the latter often having a binary form known as object code.“ Wikipedia

Und dann ist es wohl auch schon aus mit der Analogie. Ehrlich gesagt: die Versuche von Codegedichten, die ich bisher gesehen hab, haben mich nicht vom Hocker gerisse (s. z.B. hier). Es ist als wäre da zumindest noch eine ästhetische Barriere zwischen den formalen und den natürlichen Sprachen. Die ließe sich in meinem Roman nicht einfach so überspringen. Würde ich das Ding auch in das Korsett der Chomsky-Hierarchie zwängen wollen? – Alles poetische in die Kommentare zu packen ist auch keine Lösung. Da braucht es einen Plan, ein poetisches Konzept oder gar eine Poetologie.

Irgendwer muss doch damit beginnen. Die alchimistischen Funken in die Kolben leiten und aus der Maschine neue Wesen und Worte zeugen. Wir können uns nicht mehr lange zurücklehnen und von oben die Einzigartigkeit des menschlischen Geistes und unserer Sprachbeherrschung dekretieren… wenn wir doch keinen blassen Schimmer haben was durch unsere Synapsen zuckt.