I am become death, the destroyer of worlds

von phorkyas

Moritz von Sprachwitz‘ Augen funkelten, Ich habe eine Idee. Er wies mit seinem Finger auf Bob Macha, Du produzierst weiter Cover und Titel für all die ungeschriebenen Romane. Und du – sein Finger wanderte zu Dr. Forkjas – zimmerst uns eine AI, die ein bisschen literarischen Blindtext zwischen die Buchdeckel pappt. Ein paar lobende Promiworte erfinden, Klappentext. Fertig ist die Rezeptur, um den Buchmarkt zu fluten.
Dr. Forkjas wie immer skeptisch: Aber sollten wir nicht zuerst ein bisschen PR machen, z.B. mit unsrer AI den Bachmannpreis gewinnen? Sollte doch nicht so schwer sein, all die Schreibschulweisheiten, Zentrale-Intelligenz-Kriterien in einen Algorithmus zu gießen und dann das Ding einzufahren, zumindest den Publikumspreis. Wär‘ doch mal ein alternativer Turingtest.
Ach, bleib mir nur mit dem Maschinenzeugs vom Hals, grummelte Macha, der sich immer noch nicht davon erholt hatte, dass er selbst einmal beim Turingtest durchgerasselt war. Ich werd‘ mir jetzt Leopardensofas zulegen um mir die Scheißdinger vom Hals zu halten.
Warum eigentlich haben alle Leute so Schiss vor der düster-kalten Maschinenwelt?, ereiferte sich nun Forkjas. Weil uns Hollywood seit Jahrzehnten davor ängstigt, weil der Kulturfuzzi in unserem Geist eine Bestätigung sucht, sich all der maschinellen Intelligenz überlegen zu dünken und seine Hand ausstreckt nach jedem Strohhalm. Seien es Qualia oder leopardenbemusterte Sofas.
Ich glaube, wir schweifen mal wieder ab, lass uns doch erst einmal beginnen, intervenierte von Sprachwitz.

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„Das Ich auf dem Leopardensofa“
Roman von und mit Alan Tysken

„Und was“, überfiel dieser Gedanke Alan Tysken, „was wenn diese Hirnforscher recht haben und mein Ich nur narratives Gravitationszentrum im synchroniserten Neuronenfeuer ist?“

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„Ein hocherotischer Roman. Stärkere Frauenfiguren hat es seit Anna Karenina und Ada Lovelace nicht gegeben. Ich hatte bisher nicht von der Existenz solch attraktiver Cyborgs wie Björk gewusst.“ Reich-Ranicki

„Cybersex is‘ nicht so mein Ding.“ Thomas Gottschalk

„Dieses Buch hat mich tief in meinen Ego-Tunnel zurückgebeamt.“ Thomas Metzinger