Ich als Troll oder Hatespeech unter Freunden

von phorkyas

Das Internet ist eine Ansammlung von Trollen und Trololos. Hauptsaechlich. Berufenere Theoretiker haben sich schon an Trollologien versucht, so z.B. Georg Seesslen. Eine Erkenntnis, die ich langsam erst verdaue, ist die ueber die erste Kategorie scheinbar harmloser Trolle: die freundlichen,.. dass ich zu ihnen gehoere. Mit Seesslens Text selbst war es auch wieder so, dass ich immer die Widerhaken suche, immer widersprechen, die Fehler oder Auslassungen finden moechte. Genauso im Netz; warum sollte ich einen Text kommentieren, dem ich vollumfaenglich zustimme, bei dem es rein gar nichts beizutragen gaebe? Vielleicht sollte ich also noch weniger oft diesem Kommentar-Impuls nachgeben, oder einfach mal positivere Energien freilassen?

Ach wo. Ich meine den Titel ja durchaus ernst. Eine Trollerei ist eine Kommunikationsstoerung, eine Diskussion geraet in Schieflage und kentert, weil ploetzlich ein vormaliges, eigentliches Nebenthema den ganzen Diskursraum fuellt. Nichts anderes was z.B. beim Agendasetting von Journalisten geschieht. (War Schirrmacher auch ein Troll?)

So jetzt habe ich euch genug angetrollt.