Formproblem (2)

von phorkyas

Meine philosophischen Problemchen in Ehren, aber was für eine unvollendbaren Zwölfender von Roman will ich damit verfehlen? Ausgestopfte tote Tiere gibt’s in den Hallen der Kultur schon zu Genüge (von Cervantes Rocinante über Hegels Eule und Melvilles Wal zu Unamunos Hund) – Wie kann man nach Ferdydurke, nach At swim-two-birds sich noch ernsthaft dieser Form bedienen, als wären wir noch in der Blütezeit des Bürgerlichen, als ließe sich unser Taumeln in der fragmentierten Welt noch emporheben in diese ganze, sinngebende Form. Muss das zerstörerische Werk, die Zersetzung und Destruktion, nicht Dekonstruktion, nicht fortgeführt werden? (Womit ich also nahe bei meinen Kardinaltugenden wäre.)