Go-Regeln: Das Ko

von phorkyas

Man betrachte die folgende Spielsituation:
Ein Ko

Der äußerste rechte Stein von Schwarz kann geschlagen werden, weil er nur noch eine Freiheit hat: er steht auf Atari. Wenn Weiß jedoch schlägt ergibt sich das folgende Bild:

Weiß nimmt das Ko.

Nun steht der linke, äußerste Stein von Weiß auf Atari. Dürfte Schwarz ihn nun einfach schlagen, so käme man wieder zu der Ausgangssituation und eine Zugwiederholung wäre die Folge. Um dies auszuschließen gilt die Ko-Regel: Bevor Schwarz zurückschlagen darf, muss er zuerst noch einen anderen Zug spielen.

Im Normalfall versucht er daher irgendwo auf dem Brett eine (Ko-)Drohung zu spielen, die Weiß beantworten muss. Verfügt Schwarz nicht über eine solche Drohung oder ignoriert Weiß die Drohung so kann er einfach in die Mitte der vier Steine spielen und das Ko beenden. Reagiert Weiß jedoch wie beabsichtigt, so kann Schwarz den Stein schlagen und nun ist Weiß ihrerseits dran, eine Drohung zu finden. Die Folge ist ein mitunter sehr komplexer Ko-Kampf, der viele Züge dauern kann.

In der Partie, deren Anfang ich hier hinterlegt hatte, entwickelten sich gleich zwei Kos. Hier ist das erste:
Ko-Nummer 1