Go-Regeln: Seki (Oder: How not to play Go with Phorky)

von phorkyas

Eine der Regeln, die ich bisher glatt weg vergessen hatte, tauchte prompt in einer gestrigen Partie auf. Dieses mal sollte ich neun Steine Vorgabe geben und hab’s zweimal gründlich vermasselt, viel zu ruhig gespielt. Hier habe ich mich zudem auch noch grob vertan.

Seki - Phorky kackt ab.

Das Diagramm zeigt das Ausspiel der rechten, oberen Ecke. Ich dachte, wie mein Genger wohl auch, ich hätte die schwarze Gruppe am rechten Rand getötet: ich muss nur die drei äußeren Freiheiten A,B und C füllen und dann kann schwarz die drei Steine nicht fangen, weil das 3er-Auger tot wäre. Dummerweise muss er das aber gar nicht, sondern kann es einfach so stehen lassen: Um zu drohen seine Gruppe zu schlagen, muss ich eine der inneren Freiheiten bei D oder E besetzen. Dann aber kann er einfach die vier weißen Steine schlagen und hat ein lebendiges 4er-Auge!

Da in diesem Falle also keine Parteien auf D oder E spielen möchte, weil es negative Folgen für sie hätte (für Schwarz bedeutete es hier, dass seine Gruppe stirbt, für Weiß, dass Schwarz nun bedingungslos lebt) und nicht dazu gezwungen werden kann, wird die Spielsituation so belassen und die Steine in diesem Bereich werden zu neutralem Gebiet erklärt, zählen für die Wertung also nicht. Dies ist ein sogenanntes Seki. Für mich als Weißer hatte das jedoch verheerende Folgen: Die beiden Gruppen am oberen und rechten Rand sind nun nicht mehr verbunden und lebendig, sondern durch die Seki-Gruppe getrennt. Sie müssten nun einzeln um ihr Leben ringen. Die Partie konnte ich bereits abhaken.