Ich bin ein Zombie

von phorkyas

[..] wenn Sie sich von der Angst freimachen – einer Angst, die gar nicht auf die Kunst beschränkt ist, aber die an der Kunst sich gewissermaßen kristallisiert -, daß durch die Tatsache des Bewußtwerdens das, was einem dabei bewußt wird, zerstört wird, daß es bewußt wird [..]

Adorno „Ästhetik (1958/59)“

Nun beziehe man dies auf unser Bewußtsein selbst, et voilà: der zombic hunch? – Von welchem Daniel Dennett uns kurieren möchte. Ja, diese Erkenntnis stieg schon in mir hinauf, als ich Metzingers Einführung in die Philosophie des Geistes las, dass diese ganze Kampfrhetorik, die Qualia und Gedankenexperimente mit denen man sich gegen die wissenschaftliche Restloserklärung unseres Bewusstseins wendet eben genau einer solchen Angst entspringt. Dass uns dann nichts Eigenes mehr bliebe, die objektiv erklärende Wissenschaft dann auch die letzten Winkel in uns ausleuchtete (das darf einfach nicht sein). Nun habe ich diese Angst so gut wie abgelegt. Vielleicht ist mir grad auch alles egal, vielleicht sind wir alle philosophische Zombies oder nur mein Nachbar, der immer seinen Aggro-Hip-Hop hört, und meine Seele, von der wir nicht mehr sprechen; wie Hofstaedter fragt:

Is the soul more than the hum of its part?

(Wie hätte der Seelensucher sie dann auch finden können?)