Llegó la muerte, por fin

von phorkyas

Karikatur, Unamuno, (del Repositorio Documental de la Universidad Salamanca)

Quelle: http://gredos.usal.es/jspui/bitstream/10366/76848/1/CMU-94-Foto687.jpg
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Sein Gesicht wirkte ausgezehrt und asketisch. Ruhig, wie nach einem langen Kampf. Und ich empfand eine leise Wut, dass die Züge tatsächlich einer Kohlezeichnung von Kollwitz ähnelten: dass der Tod, dieser grausame Gleichmacher allen die gleiche Maske aufzwänge. Der Mund war leicht geöffnet, als würde er jeden Moment zu sprechen beginnen, und weil durch mein Atmen mein Kopf sich hob und senkte, sah ich auch seinen Brustkorb sich heben und senken und es schien mir unmöglich, dass durch diesen Mund kein Atem mehr ging. Straßengeräusch durch das geöffnete Fenster. Luft. Auch die Augenlider einen winzigen Spalt geöffnet, bereit sie jede Sekunde aufzuschlagen. Allein die linke Hand schien so sehr auf das Bett gepresst , dass sich in ihrer Mitte einige Falten zeigten und man sie vor Schmerz aus dieser Position genommen hätte. Und die Füße waren weit nach außen gewinkelt wie vor Erschöpfung.. und Ergebenheit.

Dann war dieser Körper nur noch ein Gewicht. Schlaufen an einem Beutel. Gehievt in einen Plastiksarg und eine Stange, der ich hinterherstolperte. Weg. Ich kann es nicht glauben.