Eigenwillige Pferde

von phorkyas

und ich waren wieder fleißig.

Wieder ein sehr bekanntes Lied – und unsere Übersetzung:

Eigenwillige Pferde

Den Grat entlang, am Rand, den Abgrund nebenan,
mit den Riemen peitsche ich die Pferde, treib‘ sie an.
Schlucke zähen Nebel, trink‘ den Wind mühsam,
ich verlöschekrepier‘, krepier‘, freudiger Tod naht heran.

Etwas langsamer, langsamer ihr Pferde,
hört nicht auf die harte Gerte.
Eigensinnige Pferde sind mir gegeben,
werde nicht zu Ende singen, zu Ende leben.

Ich werde die Pferde tränken, singe bis zur letzten Zeile,
ein bisschen noch, dass am Abgrund ich verweile.

Ich verschwinde, wie Blätter im Sturm hinweggefegt
und der Schlitten im Galopp über den Schnee prescht.
Meine Pferde, wechselt doch ins Trab,
ein wenig verlängert mir den Weg zur letzten Statt.

Etwas langsamer, langsamer ihr Pferde,
hört nicht auf die harte Gerte,
eigensinnige Pferde sind mir gegeben,
werde nicht zu Ende singen, zu Ende leben.

Ich werde die Pferde tränken, singe bis zur letzten Zeile,
ein bisschen noch, dass am Abgrund ich verweile.

Pünktlich sind wir doch bei Gott zu Gast.
Warum nur ist der Engelsang so feindlich mir?
Oder hat das schluchzende Glöckchen keine Stimme mehr?
Oder schrei‘ nur ich, dass der Pferdeschlitten zu sehr rast?

Etwas langsamer, langsamer ihr Pferde,
hört nicht auf die harte Gerte,
eigensinnige Pferde sind mir gegeben,
werde nicht zu Ende singen, zu Ende leben.

Ich werde die Pferde tränken, singe bis zur letzten Zeile,
ein bisschen noch, dass am Abgrund ich verweile.

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