Ode á Richard Kämmerlings

von phorkyas

Hoit räkelt sich auf deiner Couch
die toitsche Litteratur
und hofft auf deine Therapie
doch du verkündst das Urteil nur,
zu retten sei sie nie.
So düsterer Befund:
unheilbar gesund.

Als sie beharrlich schweigt
setzt du zu großer Rede an,
es sei nicht so, dass keiner kann,
nur keiner sei geneigt
beherzt dem Toitschen beizustehn
und international und überall gesehn
die toitsche Seele zu (v)erklär’n,
das hättst du nur zu gern.

Da hält sie’s nicht mehr aus:
„Dir mach‘ ich den Garaus!
Dein Patient lost his patience,
und dass ich ergänz‘:
Deine Texte haben Bart Simpson
finds ‚en nicht, dass es viele Scheisstexter gibt,
doch du zählst zu den Schlimmsten.
Deine Ideen sind doch alle Dräck,
your shit is really whack.
Deine süff’ge Plörre kannst du selbst saufen,
denn auch wenn sie alle kaufen,
findet Litt’ratur so nicht statt,
und ich hab‘ es wirklich satt
euch noch und nöcher zu ermahnen,
dass heut‘ man kann nicht ahnen,
was für ein Buch die Zeiten überdauert,
euch kümmert’s nicht, ihr trauert
heut‘ schon der vergang’nen Größe nach
die doch zu jener Zeit noch nicht bestand
und erst in uns’re Köpfe fand
durch lange Rezeptionsgeschichte,
so dass bei rechtem Lichte
betrachtet man doch besser,
halten würde seine Fresse.“
Entfährt’s dir: Autsch!

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Anmerkung: Dieser Text wurde angeregt durch die Diskussion über einen Artikel in der Welt. Frei plagiiert habe ich dabei einen Liedtitel von Georg Kreisler sowie „Samples“ von Torch „Rote Wellen“ und Big Boi „General Patton“.