Das Anti-Blogging-Anti-Manifest

von phorkyas

1) Keine sinnlose Numerierung der Grundsätze, die sich dann ohnehin überschneiden, wiederholen.
2) Man schreibe planlos, antizyklisch, ohne eindeutige Tendenz. Nicht über klar abgegrenzte Themen, wie sie ohnehin schon besetzt sind.
Auch Geschichten lasse man links liegen. Das Pseudonym soll nackt und unbefleckt bleiben. Nichts darf zur Identifikation einladen oder zum Vergleich. Deshalb auch keine Zurschaustellung des eigenen Geschmacks, der Vorlieben. Alle weltanschaulischen Restbestände, politische Einstellungen gehören ausgemerzt.
π) Die blindblöde Affirmation darf nicht gesucht werden, wie auch die Provokation. Textbleiwüsten sind ein probates Mittel, dürfen aber auch nicht überstrapaziert werden. Der bloße Eindruck von Anspruch oder Kunstwille ist nicht das Ziel. Es bleibt nur mehr oder weniger Misslungenenes (mehr von ersterem). Sei stolz darauf, wie auch auf die Einstelligkeit deiner Leserzahl.
n) ⇒ n+1) Nun kann das Pseudonym seine Sandförmchen herausholen und Sternekuchen backen. Vögel im blau: seht ihr das elektronische Nirvana?