Unwürdige Themen I

von phorkyas

Allein aus Trotz würde ich gern antizyklisch jetzt zu Hegemann schreiben. Aber die Mühe wäre es wohl nicht wert, eine dezidierte Chronologie des Skandals zu erstellen. Dabei könnte es doch erhellend sein.
Das eklig-klebrige Präludium in der Zeit gab die Topoi schon vor: das Abarbeiten am Krassheitsexzess, am Alter und Vater und gab auch vor was geschehen werde; wir werden Fräulein Hegemann zum Wunderkind erklären und ihr Buch in die Bestsellerlisten katapultieren. Und so geschah es, klassisch kontrapunktisch. Vielleicht auch nur aufgrund der Kontrapunkte, denn der Hype bestand scheinbar wieder einmal zum größten Teil darin, dass alle dagegen anschrieben und sich so dem mächtigen Sog des Papierstrudel anheimgaben und ihn über alle Maßen anschwellen ließen (lafcadio: den postpräpubertären selbstreferenzierten Schwellkörper des usw.).

Der handfeste Skandal – ach, sehen Sie nur, nun ist es mit mir auch schon so weit. Das Furioso es währte glücklicherweise nicht lang und erreichte vielleicht seinen kongenial unwürdigen Abschluss-Ausfluss mit Herrn Grünbeins Benn Plagiat. Jetzt, da die meisten des Skandals genügend überdrüssig, folgen in der Reprise noch vereinzelte Anklänge und Anspielungen des Themas (z.B. hier). Die Vergabe des Leipziger Buchpreises wird auch die hoffentliche letzten Auseinandersetzungen damit nach sich ziehen, dann ist alles dieses Nichts an Thema verwurstet und durchgenudelt und..

Basta! Хватит!

Advertisements