Jahresendkurzzusammenfassung

von phorkyas

Weihnachten (als heidnischer Kollektivkonsumterror, als Verwandten- und Familienstresser, als Fest der Völlerei): Gehört endlich abgeschafft.

Kinobesuche:

Avatar: Kann man gesehen haben; am besten hat mir dazu die Kritik in der FAS gefallen.
Das weiße Band: Beeindruckende Bilder, gute Darsteller,.. aber nix. Kann nicht verstehen, was die Kritiker daran alle finden. Vielleicht war der Effekt gewollt, dass man wie betrogen aus dem Film geht, weil es keine Auflösung gibt, keine Katharsis, wie beispielsweise bei Dogville. Aber was soll es dann? Wozu sollte ich nun beginnen zu rätseln, zu reflektieren, um die Leere zu füllen, die der Film hinterlässt. Da ist mir lieber, dass der Film ein Ziel hat, ein Konzept und dieses auch erfüllt. Die Empörung, die sich bei Dogville beispielsweise am Ende in Selbstjustiz entlädt und einen die Menschheit mit dem Flammenwerfer auslöschen lassen möchte (auch wenn mich die wenig subtilen Bilder während des Abspanns schon wieder genervt haben)… ja sogar James Cameron würde ich vorziehen, da weiß man was man hat,.. das hätte man wohl auch bei diesem Machwerk wissen müssen. Dabei hatte ich der Klavierspielerin noch etwas abgewinnen können (der Freund, mit dem ich den Film sah, mochte ihn überhaupt nicht leiden und beschwerte sich überdies, dass andauernd das Mikrophon der Tontechnik zu sehen gewesen sei). – Aber so geht es zu in den Tempeln der Hochkultur. Wolle mer se rinlasse? Ne danke, keinen Bedarf!
Gamer: Indiskutabel (unfreiwillig in einer Sneakpreview).
Die Anwälte: Nervig waren bei dieser Dokumentation nur ein paar Teenies, die unbedingt alle Vorurteile erfüllen mussten, nicht fünf Minuten ruhig halten konnten, einem mehrminütigen Redebeitrag keine Aufmerksamkeit mehr schenken wollten, andauernd auf Toilette mussten, mit dem Mobiltelefon spielten etc.. Ach Leute, ich fange an mich so alt zu fühlen, wenn ich jetzt schon anfangen muss, über die Jugend zu lästern.
Away we go: Im Pärchenabend, für mich einmal wieder treffend beschrieben und bewertet bei filmstarts.de.