21 gute Gründe keinen Fernseher zu haben – Reaktion auf ein Fernsehduell

von phorkyas

1) Um Gehirnimplosionen vorzubeugen.
Trotz vorheriger intensiver Vorbereitung mit gutem Wein bereiteten beim heutigen Fernsehduell einige Dinge psychisch-physische Schmerzen:
2) Die sorgfältige Vorbereitung der journalistichen, scharfsinnig, inquisitatorischen Interrogatoren, die in solchen entlarvend-unausweichlichen Fragen gipfelte, wie der Verteilung von Schulnoten an die soziale Gerechtigkeit der Deutschen.
3) Politiker, die in ihrer Aalglattheit und vielfach besungenen Profillosigkeit über den furchtbaren Dilletantismus und Populismus der versammelten Journalistensprechblasenausspucker triumphierten (mehr Wein, da dies auch schon ein Politiker hätte sagen können – Einwurf von außen)
4) „Die Komplexität war partiell zu spüren“ Postpathologisch-präpartiallappalmortale Einlassung zum Duell (Heribert Prantl)
5) „Nuancen von Sachthemen“ Markwort genuin sachlich
6) „Wer Ohren hat, hat durchaus hören können, wo die Unterschiede liegen“ Prantl nach ebenjenem Duell
7) Der Wein ist schon leer.
8 ) Galieleo-Mystery Martyrium Beamen – Großartig, sie versuchen sogar Verschränkung zu erklären und Wahn und Wirklichkeit. Es „muss [..] einen wahren Kern geben“
9) Spin-Doctoren und Textbausteine geistern kontextfrei durch die leeren Dialoglinkauslagen (aber wir ha’m ja was getan, recherchiert in Blags un so)
10) Nö blöd!
11) Der Fernseher ist ein Fernseher ist ein Fernseher aka Es gibt nur Falsches im Falschen.
12) Das Vakuum ist ein divergenter See virtueller Teilchen.
13) Viel Spaß mit der Postpostmoderne un so
14) RTL News, RTL II News, Super.. super..
15) Neues Unwort: Mitte. Mitte. Alles strebt zur ausgehöhlten, vermassten Mitte, biedert sich an, prostituiert sich dafür.. Wahrscheinlich saß die Mitte auch persönlich vor dem Gerät daheim und konnte sich das Trauerspiel ansehen
16) Dass keine Statistik angegeben wurde, wieviel Zeit nun verbracht wurde mit unnötigen Statistiken über die bisher von den Kontrahenten verbrauchte Redezeit.
17) Werbung, die schlechter ist als die Filme oder Serien dazwischen (das sollte nun wirklich nicht passieren)
18) Sie können keinen Smiley für Ironie einblenden.
19) In principle, the [the effects of watchin‘ TV] could be computed in many ways. Methods involving approximation theory, differential equations, the matrix eigenvalues, and the matrix characteristic polynomial have been proposed. In practice, consideration of computational stability and efficiency indicates that some of the methods are preferable to others, but that none are completely satisfactory.
20) It don’t matter how tragic your life: you own a [television], you cannot sing the blues. You best destroy it. Fire, a spilled bottle of Mad Dog, or get out a shotgun. Maybe your big woman just done sat on it. I don’t care; I got the blues.
21) The war is over, guys.
No!
The war is over. I saw it on televsion.