Lafcadio

von phorkyas

„Ich hasse Dummheit“, flüsterte [Ada].
„Wie sehr ich Dummheit hasse!“

Juli Zeh „Spieltrieb“

Der Geist sei mein Schwert.
Doch wie ist es anzstellen, dass er nicht dahin dümpelt. Woher das Feuer, den Amboss? Funken muss er schlagen, die beharrlich treiben in die Haut und Eingeweide seiner Feinde. Denn umringt ist er. Die Dumpfheit oder den Sumpf, so meint man, ließe sich einfach ausmachen. Und in der Tat braucht man sich die Finger nicht schmutzig zu machen an den Boulevardblättern, diesen Schmierereien. Doch ist das Feuchtgebiet nicht längst geschwappt in die Feuilletons und nur die hochhohlen Hüter der Kultur, Aristokraten des Geistes wähnen sich noch im sauberen Elfenbeinturm? Ein wenig verlangt es mich schon sie mit Dreck zu bewerfen, allzu behaglich hatten sie es sich schon eingerichtet. Doch will von meinen Lippen kein „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“. Ihre Hybris erregt wohl die meine, aber was hätten wir schon von dieser Schlammschlacht. Sie langweilt mich.

Ist es denn eine Hütte, mein Blog? Lassen wir uns nicht verwirren von den Metaphern. Funkenschlag soll sein. Blakendes, knisterndes Gebälk. Brandstiftergedanken?

Ich möchte nur beobachten. Erst ein würdiger Gegener darf mich zum Angriff reizen. Nur will ich mich selbst so konzipieren, dass dieser schwer zu finden ist. Gut Feind, viel Ehr. Nicht in Scharmützeln, Kleinigkeiten verlieren. Sie mögen ein Zeitvertreib sein; Warten, Übung für die, die da noch harren.. denn noch bin ich wohl nicht einmal reif genug so ein possierliches Professörchen zu fressen..

(laf)