Voll in die Fresse
von phorkyas
für Blogo
Die Dekonstruktion eines Romans schaffen, dass sie diesem Papierreligiösem, Literaturgläubigen im Mund zerbröselt, wenn er seine Illusion erblühen lassen will, dass er enttäuscht und wütend zurücksinkt, weil es ihn zurückstößt auf seine Simulation.
Ihm dieses Papier voll in die Fresse stopfen, mir!
Bisschen schwierig, mir einen Artikel zu widmen mit dem Titel: “Voll in die Fresse”. Was hab ich Dir denn getan?
Etwas Schlimmes: mich inspiriert.
Als ich das schrieb, dachte ich tatsächlich, dass das etwas sei, dass der Blogorampensau gefallen können würde sollte – die Kommentarduelle sind doch nur Spiel (hoffentlich) oder wirst mir am Ende tatsächlich noch meinen letzten Zahn herausschlagen? Das ist ja auch im Text nicht deine Fresse, sondern meine, die da gestopft werden soll…
Aber ich kriegs ja offensichtlich mit dem Schweigen nicht mehr so wirklich hin.
http://blogozentriker.wordpress.com/2009/03/03/der-blogozentrismus-ist-ein-humanismus/
Daran habe/hätte ich nie gezweifelt. Das Fitzelchen vom Blogozentrismus das ich bisher kennengelernt habe, hätte ich ihn für das Humanste gehalten, wozu wir armen Menschenschweine so fähig sind. – Es tut mir leid, wenn ich mir vom Blogozentriker ein zu rampensaumäßgies Bild gemacht habe (Du sollst dir kein Bildnis machen! – Wusstest du übrigens, dass wenn man dir zwei Buchstaben klaut immer nochein ganzer Gott übrigbleibt блого – бог [aber gesprochen boch]) – Vielleicht, es ist mir ein bisschen peinlich, aber zu dieser Selbsterkenntnis muss ich mich wohl durchringen – soviel dazu warum ich immer so handgreiflich werde: Meinen Brüder begrüße ich am liebsten mit einem Schlag auf den Rücken und mit einem Freund muss ich immer ein bisschen Ringen – es ist also durchaus möglich, dass dieses Handfeste einem ungezügelt-unkontrolliertem Freuden-Freundschaftsgefühl entspringt, das mich überfällt wann immer die Blogo-Motte ihre Fühler durch das Inter-Netz schiebt -
(So das hat jetzt keiner gelesen)
Wenn Georg sich erholt hat, könntest du ihm – ach, letztlich habe ich seine Geschichte mit der IIII auf der Uhr auch anbringen wollen, aber ich bin ebenso nicht bis zu der Auflösung gekommen, das interessiert wohl tatsächlich keine Sau.
Ich ärgere mich eher darüber, dass ich immer den Berserker spielen muss. Aber so läuft das Spiel des Lebens: Die rücksichtslosen, brutalen Seelen spielen die verzärtelten Dichterlinge, und die Sensiblen laufen als Zigaretten-im-Mundwinkel-Halter herum. Es ist alles Heuchelei und Lüge! Darum auch muss die Methode sein: Desinvolture, Desengagement, Desertion. Im Klostergarten die Hortensien gießen — das ist alles, was als Möglichkeit bleibt.
…Oder sich einfach in die Gegend legen – Planking heißt das doch – find ich super (auch wenn’s für die von der konkret wieder das Richtige im Falschen {Fezbook} ist)
Verweigerung:
Aber ja, natürlich! Wie kann einer seine Autobiographie denn schon “Dichtung und Wahrheit” taufen, wenn es nicht alles Lüge wäre – wir sind doch alle fein und dicht-eingewoben in einen dichten Schleier Maya (dass ich nicht weiß, ob ich meine groben Maschen noch hinzufügen soll)